Neuentwicklung Notenschieber

Fragen zu Musiktheorie und -praxis, auch über den Unterricht hinaus
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frnowakowski
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Neuentwicklung Notenschieber

Beitrag von frnowakowski » 20. Jan 2009 18:36

Liebe Kollegen,
vor etwa acht Jahren habe ich ein Lehrmittel entwickelt, das ich den NOTENSCHIEBER nenne. Er orientiert sich an dem Rechenschieber, den Sie wahrscheinlich noch aus dem früheren Mathematikunterricht kennen. (Eine digitale Demo-Version finden Sie unter http://www.notenschieber.de.) Seither verwende ich ihn in allen Klassen der Sekundarstufen I und II.
Sie kennen sicherlich das Problem, dass Schüler nach einem Lehrerwechsel gerne behaupten, sie hätten von Noten- und Harmonielehre zuvor nie (oder kaum) etwas gehört. Demgegenüber steht Ihr Wille - gepaart mit der äußeren Anforderung, diesem (angeblichen) Zustand entgegen zu wirken. Selbstverständlich haben Ihre Kollegen auch im Vorfeld musiktheoretische Zusammenhänge behandelt, aber wir sind uns sicherlich darüber im Klaren, dass der Schüler, der z.B. kein Instument erlernt, für sich weit weniger die Notwendigkeit des Erlernens dieser Zusammenhänge sieht, als einer, der Notenschrift und Harmonielehre als "Werkzeug" für sein eigenes Ausdrucksvermögen ansieht. Dennoch werden entsprechende Vorgaben gemacht, Musik wahrzunehmen und zu verstehen, Abläufe zu erkennen, zu gestalten usw. Vieles gelingt natürlich auch schon ohne die entsprechenden Kenntnisse der traditionellen musikalischen Schriftsprache. Aber "mit" geht's eben besser - eine Einsicht, zu der viele Schüler erst geleitet werden müssen.
Den Notenschieber nutze ich deshalb so gern, weil er auch dem Ungeübten hilft, musikalische Zusammenhänge schneller zu durchschauen. Schüler mit Vorkenntnissen nehmen ihn gern zu Hilfe, um ihr Wissen zu erweitern. Diverse Aufgaben lassen sich mit seiner Hilfe leicht lösen:
-Tonarten erkennen
-Tonräume zuordnen
-Vorzeichen-Wirkungen erkennen
-Quintenzirkel-Bezüge herstellen
-harmonische Grundfunktionen und Funktionserweiterungen ablesen
-Dreiklänge bilden
-Tongeschlechter erkennen
-Tonräume in modalen Skalen erkennen
-Transpositionsaufgaben lösen uvm.
Über die Analyse hinaus bieten sich gerade beim praktischen Musizieren viele Anwendungsmöglichkeiten, da die Schüler über die Anwendung des Notenschiebers schneller zu selbst gestalteten klangvollen Resultaten gelangen. Dadurch erhöht sich die Motivation für den Unterricht insgesamt und die Bereitschaft, sich mit Musiktheorie auseinanderzusetzen.

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